
In Making Gold werden fünf Regisseure aufgefordert, Szenarien zu erfinden, die mit dem »Gold machen« zu tun haben. Dabei ist die Assoziation zu alchemistischen Versuchen durchaus gewünscht. Die Themen Transmutation, der Stein der Weisen, Zauberei, Geheimsprachen/ und -wissenschaften, Scharlatanerie und dergleichen sind eng mit den Künsten verbunden und bieten Unmengen an Verknüpfungsmöglichkeiten für eine Realisierung auf der Bühne.
Die Vorgaben für die Regisseure sind:
»Making Gold« ist ein Versuch, Theatermusik zu emanzipieren: vom Theater und von der primär szenen- und handlungsunterstützenden Funktion, die Musik dort hat. Ausgehend von der Vision, daß Musik alleine eine Geschichte erzählen, eine Dramaturgie entwickeln kann, die zu einem Film im Hirn des Betrachters wird, soll in diesem Projekt eine Bühnenmusik, durch reduzierte theatralische Elemente unterstützt, das eigentliche Theaterstück sein.
Dabei könnten verschiedenste Szenen entstehen - um die Möglichkeiten anzudeuten sei Helmut Gebelein zitiert, der alchemistische Experimente grob in 3 Stufen einteilt:
Viele Alchemisten waren überzeugt, es nur mit chemischen Körpern zu tun zu haben. Aber es gab immer wieder einzelne, denen es bei der Laboratoriumsarbeit um die psychische Wirkung zu tun war. Wie die Texte ausweisen, waren sie sich letzterer bewußt, und zwar in solchem Maße, daß sie die naiven Goldmacher als Lügner, Betrüger und Irregeleitete verpönten. Ihre Beschäftigung mit dem Stoff war zwar eine seriöse Bemühung, in das Wissen der chemischen Wandlung einzudringen; aber zugleich war sie auch die Abbildung eines parallel laufenden psychischen Prozesses, der um so leichter in die unbekannte Chemie des Stoffes projeziert werden konnte, als jener Prozeß ein unbekannter Naturvorgang ist, genau wie die geheimnisvolle Veränderung des Stoffes.“
C.G. Jung Psychologie und Alchemie, 1975
Die Regisseure:
Die Musiker:
Gefördert vom Kultursekretariat NRW