jan klare

erste Rezension “Klare/ Bektas/ Ak”

Klare/Bektas/Ak
Klare-Bektas-Ak meta 063
Man sieht sie vor sich, die Szenen aus den Dokumentarfilmen über unbekann tes Gelände im Vorderen Orient oder im nördlichen Afrika. Diese zunächst sprachlosen, friedlichen Bilder werden von Klänqen begleitet, die nicht als Kommentar sondern als tiefere Verständnisebene dem Film beigegeben sind. Ahnliches passiert, sobald das Debütalbum von Jan Klare, Ahmet Bektas und Fethi Ak im Player liegt und seine lnhalte in die Gehörgänge transportiert. Wem das alles ausgesprochen iürkisch vorkommt, hat das richtige Gespür für diese Musik entwickelt.
Neben Altsaxophonist und Flötist Jan Klare aus dem Ruhrgebiet servieren die türkischstämmigen Ahmet Beklas, 0ud, und Fethi Ak, Percussion, eine sehr spannende, improvisierte Soundstruktur. die sich aus den traditionellen Klängen der Türkei und der furiosen, in der Avantqarde nistenden Musik von Klare speist. Jan Klares Bearbeitung einer ,,Canzonette” von Claudio Monteverdi trifft den Klang des einleitenden, traditionellen ,,Sultany” genauso wie das folgende ,,Laila” von Ahmet Bektas. Der allmähliche Aufbau der Harmonien, die beitretenden lnstrumente zur Grundstruktur das rhythmische Korsett der morgenländischen Klangvielfalt – alles das vereinigt sich im rituell-spirituellen Kosmos der Vielfalt türkiscber Musik.

Klaus Hübner, Jazzpodium Juni 2012

erstellt am: 05.06.2012
von:Jan Klare
Kategorie(n): Allgemein

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