jan klare

Schatten voraus

1000 + Eugene Chadbourne spielen wunderbare “Schmetterlings”-Kompositionen dieses Ausnahme Gitarristen.

The Dorf macht eine Mini Tour in NRW mit Caspar Broetzmann und FM Einheit. Wenn es hier nicht kracht, wann dann?

Termine unter “Termine”

Neulich in Kassel

Jan Klare zu Gast im Kulturbunker Solist mit viel Energie

Kassel

Die wenigen, die Samstagabend Detlef Landecks höchst empfehlenswerte Konzertreihe Shelter Sounds im Kulturbunker besuchten, erwartete ein reich gedeckter Tisch. Erster Gang: ein Solo-Statement eines der kreativsten Alt-Saxofonisten des Landes, Jan Klare. Zweiter Gang: In der Pause ganz konkrete Suppe in köstlichster Ausführung, da – dritter Gang – der Dokumentarfilm über Jan Klares ungewöhnliches Orchester „The Dorf“ entscheidend vom gemeinsamen Suppenessen als sozialem Bindeglied handelt. Jan Klare Foto: nh Jan Klare Foto: nh Im Liveset demonstriert Klare in 40 Minuten, welche Klangfarben und Stiltypen ein Spieler der Extraklasse solistisch aus einem Alt-Saxofon zaubern kann. Das reicht vom Arrangement des „12th Street Rag“ aus den Gründerjahren des Jazz über eine elegante Ausformulierung der zeitlos modernen Skalen von Charlie Parkers „Confirmation“ bis zur vitalen Eigenkomposition „Rasenmäher“, die von einem rau tuckernden Drumcomputer untermalt wird. Der 80-minütige Film in experimentellem Schwarz-Weiß über Klares Haus-Orchester des Dortmunder Jazzclubs „domicil“ öffnete den Blick auf ein beeindruckendes Projekt. Anders als im herkömmlichen Orchester oder einer traditionellen Bigband mischen sich Geigen, Saxofone und Trompeten mit E-Gitarren, Bässen und Keyboards zum Hochenergie-Ensemble, das sich zwischen komponierten Parts und Soli ausagiert. Ein inspirierender Abend. Bleibt zu wünschen, dass „Shelter Sounds“ mehr Zuspruch finden. Von Hartmut Schmidt

“Höne Welt”

ein merkwürdiger Titel für meine langkalkulierte Solo CD auf dem “Poise” Label von dem formidablen Basssaxofon Kollegen Dirk Raulf – Veröffentlichung im Oktober!

Für die “nederlandstalingen” – Koen hat wirklich zugehört – The Dorf Live:

koen hat wirklich zugehört:
http://www.kwadratuur.be/cdbesprekingen/detail/the_dorf_feat._fm_einheit_-_live#.Uf9kL1NcL-k

Bad Alchemy über “The Dorf live”

THE DORF FEAT FM EINHEIT Live (The Korn 01): Jan Klares Dorf-Musikanten waren noch nie Feldmäuse, sie gehören zur brüllenden und schneidigen Sorte, als wären sie Abkömmlinge der Mouse Guard. Dieser Livemitschnitt zeigt sie, trotz des Traktor-Images, wieder ganz auf dem Quivive. Drei der selbstverständlich allesamt neuen Stücke spielten sie bei einem ihrer regelmäßigen Heimspiele im Dortmunder Domicil, die ‘Overtüre – Lion’ und ‘Well’ sogar bei ihrem großen Auftritt, nur eine Woche zuvor, beim Moers Festival 2012. Der Clou, ein Clou, da wie dort, war das Gastspiel von FM Einheit, der den geballten, von Klare komponierten und gelenkten Sound von sechs Saxophonen, von Posaunen, Gitarren und Bässen je dreifach, von Trompeten, Cellos, Electronics und Drums je zweifach sowie von Tuba, Synthesizer und Geige noch mit seinen Springs anreicherte. Da können Mäuse leicht wie Löwen klingen. Jedenfalls so big, so hymnisch und prächtig, wie es sich kein durch Feuermusik verwöhnter Barockfürst prächtiger hätte wünschen können. ‘Lion’ ist dann aber gleich der Zeitsprung in die Gegenwart, da wo sie am modernsten und schnellsten joggt und dahin jagt, mit wehender Mähne und jubilierender Vokalisation. Denn zwei Frauenstimmen swingle-singen und temperamentsbolzen da auch noch mit bei etwas, das sich anhört wie die 7. Kavallerie, die ganz in Charlston- und Polonaise-Stimmung ein paar Mäuse, die neugierig in den Tanzsaal spitzten, jagt, als wären es aus dem Zoo ausgebrochene Löwen. ‘Well’ kommt danach exotisch verhuscht, mit tribalem Tamtam hinter einem Blättervorhang, ein Schlangenkult mit laszivem Hüftschwung, bei dem das Kollektiv zunehmend in Wallung kommt. Nach 6 Min. ist der Tanz auf einem Höhepunkt und The Dorf super-big, eine pulsierende Wall of Sound mit hymnischem AaAaa. Gewaltig, aber organisch und durchlässig, mit Stakkatos, die eher zu einem futuristischen Hoketus-Hop à la Andriessen als zu einem Kralstanz zu gehören scheinen, bevor Klare das Ganze auf einen rockigen Groove umdirigiert, mit allem Aaa und Ohh und Pipapo. So ließe ich mir Bierzeltstimmung gerne gefallen. ‘JCO’ stimuliert als Trommelei für x Hände orchestrale Tuttiergüsse, Mus musculus musculissimus. ‘Beefy’ schiebt mit rockig pulsierenden Bässen hymnisches Ladida an, serviert kurz die Geige auf dem Silbertablett, und eskaliert mit Jubeltrubel aus allen Rohren, und weil’s so schön war gleich noch einmal – Kick out the jams bis zum Infarkt!! Als Zugabe gibt’s die ‘Fünfte’ von Jan van Beethoven, grandios verrockt und kurios verjault à la Billy Jenkins/Fun Horns, mit absichtlich verzögertem und stöberndem Mittelteil und kurzer schnurzer Punktlandung. ROCK’N'ROLL!! [BA 77 rbd]

The Dorf holt einen Preis heim

PM Jazzpreis Ruhr 2013
jazzwerkruhr verleiht den mit 10.000 EUR dotierten Jazzpreis Ruhr 2013 an die Großformation The Dorf:

In 2011 rief jazzwerkruhr den Ersten Jazzpreis Ruhr erfolgreich
ins Leben, um den sich direkt im ersten Jahr 55 im Ruhrgebiet ansässige Jazzbands beworben hatten. Verliehen wurde der mit 11.000 EUR dotierte Preis nach mehrstufigem Auswahlverfahren an drei Final-Bands: Dem Brenken/Kappe Quartett, dem Zodiak Trio und Invisible Change.

Der Jazzpreis Ruhr ist als bi-annualer Preis angedacht und wird somit in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen werden. Die 8-köpfige Expertenjury hat einstimmig beschlossen, den Gewinner des Jazzpreis Ruhr 2013 zu benennen und den mit 10.000 EUR dotierten Preis an die Großformation The Dorf zu verleihen.

Folgende Erwägungen haben die Jury zu dieser Ausnahmeregelung und Entscheidung veranlasst:

  • -  In 2006 von Jan Klare als working orchestra gegründet, ist the dorf mit einer Besetzung von ca. 25 Musikern mittlerweile das Aushängeschild für den ‚Sound des Ruhrgebiets’;
  • -  The Dorf ist seit nun mehr 7 Jahren ‚als Dorf’ einer der wichtigsten Begegnungsplätze für die regionalen Musiker: ein Mal im Monat kommen diese unter der Leitung von Jan Klare im domicil in Dortmund zusammen und entwickeln stetig ihre Musik weiter;
  • -  The Dorf hat sich durch diese kontinuierliche Arbeit zu einem musikalisch einzigartigen und urbanen Projekt entwickelt, das mittlerweile auch über die Grenzen des Ruhrgebiets hinaus immer mehr wahrgenommen wird und große Anerkennung findet; so wird the dorf auch dieses Jahr zum Beispiel zum 3. Mal in Folge zu einem der anerkanntesten Festivals, dem Moers Festival, eingeladen; bei seiner Premiere dort in 2011 feierte die dpa the dorf ‚als die Entdeckung des Festivals’;
  • -  The Dorf hat bereits 2 CDs veröffentlicht, die ebenfalls international beachtet wurden;
  • -  ein Film mit dem Titel ‚jazzsoup’ über das Phänomen the dorf war jüngst in ausgewählten Programmkinos in ganz NRW zu sehen;
  • -  über die künstlerisch herausragende Stellung des Dorfs hinaus ist die vernetzende, synergetische Wirkung für die regionale Musikerszene des Ruhrgebiets und deren Selbstverständnis von großer Bedeutung.

    Die Jury findet es ebenfalls bemerkenswert, dass diese treibende und dynamische Großformation bereits 7 Jahre lang ohne regelmäßige finanzielle Unterstützung existiert und befindet, dass sich the dorf aufgrund all der genannten Argumente zum momentanen Zeitpunkt geradezu aufdrängt als würdiger Träger des Jazzpreis Ruhr 2013.

    Dazu Jan Klare:

    „Der Jazzpreis Ruhr 2013 bedeutet für uns die „Anerkennung des “Propheten” im eigenen Lande.’’ Die zentralen Beweggründe, the dorf zu gründen waren das Wissen um einen speziellen unverwechselbaren Sound der Region und das Anliegen, diesen Sound nach außen zu tragen. – Nun sind wir auf jeden Fall schon mal zu hause angekommen.

    The Dorf bedeutet:
    wir lassen uns nicht von äußeren Faktoren diktieren, was wir gut finden;  wir finden Wege zu tun, was wir gut finden;  wir schaffen einen Mehrwert für alle;  jeder leistet seinen Beitrag

- das bedeutet:  wir leben in einer ziemlich heilen Welt.“

Preisverleihung ist am 8. November 2013 im domicil in Dortmund

erste rezension der live cd in der jazzthing:

The Dorf zum dritten Mal in Moers!

schaut hier!

Label gegründet!

Der Spitzenkollege Tim Isfort und ich sind von nun an Betreiber des Labels The Korn!

wenns einer verpasst hat – hier noch mal:

mein bruder und sein dorf

ein feature über the dorf von jörn klare